Tag 8 bis Tag 12 – 10.07. bis 14.07. des Bikepacking Abenteuers GDMBR
Tag 8 10.07. Boulton Creek Campground – Weary Creek Recreation Site
Kleine Tropfen klopften uns am Morgen wach. Schade eigentlich. Wir rollten uns aus unseren Schlafsäcken und bekamen Gott sei Dank Zelt und alles andere trocken zusammengepackt. Frühstück klappte auch, aber leider tröpfelte es immer mehr. Da es nur am Visitor Center vom Boulton Creek Campground WLAN gab begaben wir uns dorthin, stellten uns unter und checkten das Wetter, was nicht vielversprechend aussah.
Bekanntschaft machten wir dort mit Jared und Javi, die auch auf besseres Wetter warteten und in unsere Richtung wollten.
Auch wir zogen uns wetterfest an und machten uns kurz darauf um 11.16 Uhr auf den Weg.
Der Weg war großartig, leider recht anstrengend, da bergauf und durch den Regen etwas schwierig zu fahren, aber es machte Spaß. Sorgen machte uns das angesagte Gewitter. Und tatsächlich oben auf dem Elkpass krachte es mehrere Male ganz ordentlich. Da fuhr ich gleich noch schneller….
Die Fahrt runter genossen wir und zu unserem Glück klarte es auf. An einer kleinen Hütte am Wegesrand, die man benutzen durfte machten wir halt. Alles wichtige gab es dort. Etagenbetten, Stuhl, Kamin und Bärenspray, Feuerzeug uvm. Natürlich nicht besonders sauber, aber trocken. Wir machten eine Kaffeepause in der Sonne und dann zogenauch schon wieder die nächsten Regenwolken auf. Waren unsere Regenjacken doch grad erst trocken geworden, aber ja.
Als auch noch 6 weitere Biker eintrafen, die vorm Regen flüchteten machten Andreas den Kamin an und wir wärmten uns alle auf.
Leider sah es nicht so aus, dass es bald wieder aufhören würde und so zogen wir wieder unsere Regensachen an und witer ging es.
Aufeinmal tauchte vor unseren Augen eine Herde Wildpferde auf. Mitten in der Wildnis von British Columbia. Ich war hin und weg.
Allerdings mussten wir bei näherer Betrachtung feststellen, dass die Pferde alle Brandzeichen trugen, wenn auch unterschiedliche. Also ja, keine Ahnung ob das nur Ausreißer waren?
So langsam erkämpfte sich die Sonne wieder ihren Platz und es klarte auf.
Weary Creek Recreation Site – Hier fanden wir einen Platz zum Übernachten und trafen Jared und Javi wieder.
Es ist ein primitive Campground mit einem Plumpsklo, dass man nicht benutzen mochte, aber ansonsten ein schöner Platz am Fluss.
In der Sonne trockneten wir unsere Klamotten und kochten uns erstmal etwas zu essen.
Was für ein Tag!
Tag 9 11.07. Heute geht es nach Elkford
Heute hatten wir Glück mit dem Wetter! Ein super sonniger Tag, fast schon zu warm, mit Temperaturen über 25°C. Das war eine große Umstellung, nachdem wir den Tag vorher bei 6 bis 8°C im Regen geradelt waren. Unser Ziel Elkford, eine Strecke von ca. rund 40 Kilometer erwartete uns und es sollte größtenteils bergab gehen. Wir genossen die Fahrt auf einer Forststraße, die zwar ein paar Schlaglöcher hatte und an manchen Stellen matschig, aber generell gut zu befahren war. Später stellten wir uns noch einer echten Herausforderung: einer 10-prozentigen Steigung auf Schotter, die wir am Anfang der Tour sicher nicht geschafft hätten. Aber wir haben es gemeistert! Nach einem kurzen Picknick erreichten wir die ersten Anzeichen von Zivilisation: eine Teerstraße und die ersten Häuser in Elkford. Obwohl Wochenende war hatten wir wieder Glück und bekamen noch einen Platz auf dem Campingplatz.
Tag 10 12.07. von Elkford – ??? in der Wildnis – Distanz 55 km
Heute geht es weiter in Richtung Fernie, eine Strecke von fast 65 Kilometern, die auch wieder einige Anstiege bereithält. Wir kommen erst gegen 12 Uhr vom Campingplatz los und müssen gleich wieder bergauf radeln, was auf einer Teerstraße glücklicherweise etwas einfacher ist. Nachdem wir die Hauptstraße verlassen haben, geht es auf einem Waldweg weiter. Die meisten Höhenmeter scheinen wir hinter uns zu haben, denn die Strecke sollte nun eine ganze Weile bergab führen. Das macht das Fahren viel angenehmer, besonders in der wunderschönen, einsamen Waldlandschaft. Nach einem langen Anstieg und ein paar Kilometern auf einer Forststraße, stoßen wir auf einen anstrengenden Single-Trail. Mit den bepackten Fahrrädern ist er nicht fahrbar, daher müssen wir schieben. Glücklicherweise kommen wir danach wieder auf eine Forststraße, die uns fast die gesamte Zeit bergab ins Tal bringt, wo wir insgesamt 400 bis 500 Meter absteigen. Die Strecke ist zwar hier und da etwas holprig, macht aber trotzdem viel Spaß.
Tag 11 13.07. aus der Wildnis – Fernie Distanz 38 km
Heute saßen wir schon um 8:40 Uhr auf den Rädern, hatten aber noch nicht gefrühstückt. Wir hatten auf einem Wildcampingplatz übernachtet und waren uns nicht sicher, ob das legal war, weshalb wir beschlossen, frühzeitig aufzubrechen und später in Ruhe zu frühstücken.
Leider ging es von der Forststraße wieder zurück auf die Hauptstraße. Der Verkehr machte uns nicht so viel Spaß, aber wir schafften es bald auf eine ruhige Landstraße. Die Strecke war wunderschön, mit kleinen Ranches und viel Weideland. In Fernie angekommen erkundeten wir erstmal das Visitor Center, um etwas über die Geschichte der Gegend zu erfahren.
Dann kümmerten wir uns erstmal um eine Unterkunft in Fernie, wo wir auch einen Ruhetag einlegen wollten.
11 Tage waren wir nun schon unterwegs, fast 400 km durch eine unglaublich schöne Landschaft. Geplant war eigentlich ein Hotel, aber es wurde dann ein Apartment. Ein wahnsinnig schönes und großes Apartment was auch noch günstiger als ein Hotel war. Wir buchten gleich 2 Nächte.
Tag 12 14.07. Fernie – Ruhetag
Ausruhen, einkaufen und Wäsche waschen!
Videos zu Tag 8 bis Tag 12 auf YouTube:
Tag 13 – Tag 16 – 15.07. – 18.07. des Bikepacking Abenteuers GDMBR
